Interview mit Tamara Schopka

Veröffentlicht von Kerstin Herzog am

Die Autoren der AgAti erzählen Spannendes über die Geschichte der Gruppe, ihre eigenen Projekte und München. Außerdem gibt es einen kleinen Einblick in Verloren im Alltag, die erste gemeinsame Kurzgeschichten-Anthologie. Wir befragen Tamara Schopka.

Was schreibst du? 

Das Schöne am Schreiben ist ja, dass man jeden Tag etwas Neues probieren und in ein fremdes Setting eintauchen kann. Was immer eine Rolle spielt, ist dieses „Mehr-Wollen“, „Nie-Zufrieden-Sein“, das uns Menschen ausmacht. So geraten meine Figuren in Situationen, die nahe an unserer heutigen Realität sind und doch ganz fremd.

Was ist dein Lieblingsort/Platz in München?

Was ich an München liebe, ist, dass die Stadt die perfekte Größe hat. Sobald ich an einem anderen Ort lebe, ist es mir immer zu ruhig oder zu überfüllt. Und obwohl ich hier aufgewachsen bin, entdecke ich ständig etwas Neues.

Zum Schreiben mag ich die „Gans am Wasser“ im Westpark am liebsten, weil hier die unterschiedlichsten Menschen zusammenkommen und ich so das Schreiben mit Frischluft verbinden kann.

Was ist dein aktuelles Schreibprojekt?

Aktuell arbeite ich an einem Roman über eine Stadt, in der sich alles um das Glück und die Suche danach dreht. Doch als Bewohner verschwinden, muss die Protagonistin feststellen, dass das Glück sich auch dort nicht erzwingen lässt.

Daneben habe ich gerade unter einem Pseudonym einen München-Krimi veröffentlicht.

Was ist deine Lieblingsgeschichte im kommenden AgAti-Kurzgeschichtenband und warum?

Schwierig, die sind alle wirklich durchdacht und ich habe bei jedem Autor meine Lieblingsgeschichte. Zu meinen persönlichen Favoriten gehören Roberts „Graue Materie“ und Kerstins „Pandora“, weil beide so schön mit der Wirklichkeit spielen und mit unserer Wahrnehmung von Realität. Mir gefällt, dass am Schluss Fragen offenbleiben, die nachwirken.


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