Stille Ereignisse entfalten Sprengkraft

Die Autorengruppe AgAti blickt auf die schwelenden Wunden des Alltags. In ihren Geschichten verkehren sich gute Absichten ins Gegenteil und stille Ereignisse entfalten Sprengkraft. So entgleitet den Protagonisten ihr Leben in nagend kleinen Schritten.

Originell

»Ein Impuls, präzise und unauffällig wie ein Gedanke. Manchmal fragte sich Blender, ob die Ideen in seinem Kopf tatsächlich seine eigenen waren.«

Hart

»Die Verletzung des Schülers war zu auffällig, um sie zu ignorieren. Das jedenfalls dachte Herr Albrecht, als er die Tür des Lehrerzimmers öffnete und draußen den Jungen stehen sah. Gelegen kam es ihm nicht, denn er hatte kaum Zeit.«

Tiefgründig

»Blum war allein, aber nicht einsam. Den Verlust, den er in sich spürte, ignorierte er.«

Das sind wir

AgAti, das sind fünf Autorinnen und Autoren: Kerstin Herzog, Robert Diemrich, Sebastian Flecker, Tamara Schopka und Stefan Egeler. Sie präsentieren düster-psychologische Texte aus allen Genres, sie verblüffen und machen nachdenklich. Wie geht es weiter, wenn wir uns im Morast unserer Gedanken verfangen?
Kerstin Herzog

Kerstin Herzog

Magischer Realismus

Wo Normalität nur so scheint, lauert das Düstere hinter jeder Seite und selbst den Protagonisten kann der Leser nicht trauen.
Kerstin Herzog interessiert sich für das Abgründige der einzelnen Charaktere, das Grauenvolle hinter dem Alltäglichen. Wahnwitzig, brutal und wunderschön.

Robert Diemrich

Robert Diemrich

Mindfuck mit Anspruch

Vielschichtige und verstörende Texte wandern den Grat zwischen Unterhaltung und Ernst.
Robert Diemrich erschafft skurrile Welten voller Wahnsinn, Gewalt und Sex, in der das Rätsel der menschlichen Existenz immer wieder düster aufflackert.

Sebastian Flecker

Sebastian Flecker

Melancholie in Text und Bild

Kann ein gutes Leben auch ein gescheitertes sein?
Sebastian Fleckers behutsame Texte erfüllen Stimmungen mit Leben. Feinsinnig fühlt er Einsamkeit und Liebeskummer nach, lässt stilles Glück und Entschleunigung erleben.

Tamara Schopka

Tamara Schopka

Menschliche Dystopien im Heute und nahem Morgen

Wie leben wir – oder werden wir in absehbarer Zeit leben können?
Tamara Schopka denkt die Veränderungen unserer Gesellschaft weiter. Dabei geht sie nah ran an die Menschen und ihr ganz persönliches Streben nach Glück.

Stefan Egeler

Stefan Egeler

Phantastik, die unterhält und nachwirkt

Ein Mann verliebt sich in ein Ding, das nicht existiert. Eine Frau ist einsam, wenn sie nicht töten kann.
Bei Stefan Egeler geht es düster, unheimlich, auch grässlich, aber immer psychologisch zu. Seine Märchen beleuchten den Alltag und das Leben.